„Frei! frei!“, ruft es plötzlich lautlos zu Louise hinein. Es dringt durch die Wand des Zimmers, in das Louise sich eingeschlossen hat, nachdem sie vom Unfalltod ihres Gatten erfuhr. Langsam geht ihr jetzt ein Licht auf: Nie mehr wird sie sich wieder einem fremden Willen beugen müssen! Doch bleibt dies Glück kurz. Als die amerikanische Schriftstellerin Kate Chopin „Die Geschichte einer Stunde“ 1894 schrieb, bedeutete der kurze, glasklare Lichtblick Louises einen großen Schritt nach vorn für alle Frauen. Im Kanon der Literatur taucht Chopin dennoch nur am Rande auf, wie auch ihre Kollegin Charlotte Perkins Gilman.

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