Kein Zweifel: Jürgen Kuttner ist nicht nur die zäheste Quasselstrippe auf deutschsprachigen Bühnen, er fungiert zugleich als quirligster Kulturarchivar unter den Theatermachern. Seine penibel recherchierten Patchworks bauen ihre Fundstücke aus Literatur- und Kulturgeschichte dabei so eigensinnig einsichtig zusammen, dass sie meist gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: historisch verpackt kreieren sie bissige Kommentare zur Gegenwart und bilden selbst ein lebendiges Archiv. Nichts anderes sollte auch der Brechtabend in den DT-Kammerspielen sein, mit dem Kuttner und sein Kompagnon Tom Kühnel Brechts Bearbeitung der Sturm und Drang-Komödie „Der Hofmeister“ von Jakob Michael Reinhold Lenz am vergangenen Wochenende aus dem Schrank holten.

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