Berlin - Der Arbeitersohn, Schauspieler und einstige Intendant des Deutschen Theaters, Dieter Mann, wird 80 Jahre alt. Mehr als die Hälfte seiner Lebenszeit gehörte er zum Ensemble des Hauses, das er durch die Spätzeiten der DDR führte und 1991 an seinen Nachfolger Thomas Langhoff übergab. 

Im vergangen Herbst wurde er für sein Lebenswerk mit dem Deutschen Schauspielpreis geehrt. Dieter Mann, der auf eine Karriere vom Dreher zum Theaterintendanten zurückblicken kann, wie sie wohl nur in der DDR möglich war, blieb dem Land auch über seinen Untergang hinaus dankbar und verpflichtet. Damit machte er sich angreifbar und nahm in Kauf, dass man ihn in neuen Zeiten als rückwärtsorientiert abstempelte. Wer macht sich schon die Mühe, zutreffende, schmerzhafte Kritik, berechtigte Gekränktheit und allgemeinen Kulturpessimismus auseinanderzuhalten? Dass es den Willen dafür gibt, dafür steht unter anderem auch der besagte Preis. Leider nahm er ihn nicht selbst entgegen. Dieter Mann möchte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr öffentlich auftreten. 

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