Der klassische Theaterkanon ist frauenfeindlich. Die weiblichen Rollen sind knapp und mehrheitlich uninteressant, die Figuren reproduzieren überkommene Geschlechterklischees. Das ist alles nicht neu, aber die Grundsatzkritik wird lauter, und die jüngeren Generationen fragen immer deutlicher, warum man den in dieser Hinsicht indiskutabel gestrigen Quatsch überhaupt noch spielen muss. Aber bevor man die Klassiker einfach so von den Bühnen schippt, wäre es vielleicht eine Überlegung wert, gerechtigkeitshalber die gesamte Theaterliteratur in den nächsten 2500 Jahren geschlechterüberkreuz oder wenigstens geschlechtervariiert zu erzählen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.