„Aus Scheiße Trillerpfeifen machen“, so bringt Jürgen Kuttner, der zusammen mit Tom Kühnel zum zweiten Mal das am Freitag beginnende Brechtfestival in Augsburg leitet, den Schlamassel auf den Punkt. Das sei ein Spruch aus Berlin, erzählt Kuttner einem Mann vom regionalen Fernsehen. Denkt, er könne so fern von seiner Heimat alles erzählen. Dabei ist Berlin in diesen Tagen so nah dran an Bertolt Brechts Geburtsstadt wie noch nie. Mit „Scheiße“ ist natürlich die Pandemie gemeint, die dem Festival die Möglichkeit raubt, live stattzufinden. Stattdessen gibt es nun ein Programm aus Filmen, Musik und Livetalks – ein ganzes Bündel an „Trillerpfeifen“.

Der Pandemie haben wir zu verdanken, dass wir von Berlin aus prompten Zugang zu den digitalen Projekten, also zum gesamten Festival haben, und wenn sich die Bestimmtheit des Ortes schon mal aufgelöst hat, finden die Liveübertragungen der Gespräche auch einfach gleich hier statt, nämlich im Kino Babylon. Wenn man schon nicht hingehen darf, ist ja auch egal, wo was stattfindet, Hauptsache, man verfügt über einen internetfähigen Rechner.

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