Berlin - Hoch über den Dächern von Wien steht ein Mann auf einer Dachterrasse. Er dreht uns den Rücken zu. Der Himmel ist blau, die Sonne lacht. Als ein anderer Mann zu ihm tritt und ihn fragt, was er denn da tue, antwortet er lächelnd: „Ich genieße die Aussicht!“ Dann wendet er sich um und plötzlich erkennt man überrascht, dass die dunkle Brille, die er trägt, kein modisches Accessoire ist, sondern eine Blindenbrille. Das Staunen setzt sich fort, als er das Panorama zu seinen Füßen präzise beschreibt: „Stephansdom, Peterskirche, Rathaus, Burgtheater, Votivkirche.“ Und hinzufügt: „Ich sehe das alles vor mir.“

Diese Diskrepanz zwischen Sein und Schein, zwischen „normal“ und „nicht normal“, zwischen Behinderung und Nicht-Behinderung nutzt die Serie „Blind ermittelt“ mit subtiler, verblüffender Leichtigkeit. Zwei neue Folgen dieses „Wien-Krimis“ zeigt Das Erste jetzt – und wieder schlüpft Philipp Hochmair in die Maßanzüge des ehemaligen Chefinspektors Alexander Haller, der bei einem Sprengstoffanschlag sein Augenlicht verloren hat. Wegen seiner dadurch besonders ausgeprägten akustischen und haptischen Fähigkeiten kann Haller den ehemaligen Kollegen regelmäßig als Sonderermittler helfen. Und weil er als Blinder meist unterschätzt wird, kommt er, unterstützt von seinem Freund und Chauffeur Niko (Andreas Guenther), oft an Informationen, die den Berufspolizisten verwehrt bleiben.

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