Berlin - Es werden nicht oft Stücke von Thomas Brasch gespielt, was schade ist. Denn wie selten hört man noch eine so ungemein starke, befremdlich verdichtete Sprache mit so poetisch-zerschossenen Bildern, wie Brasch sie schrieb. Anderseits ist die Seltenheit seiner Texte auch wieder verständlich, denn bei aller erfrischenden Sperrigkeit atmen sie ganz wesentlich die Zeit, aus der sie stammen. Wie sein Stück „Mercedes“, das er 1983 in Zürich herausbrachte. Das war sieben Jahre, nachdem Thomas Brasch der DDR, die ihn nicht schreiben ließ, den Rücken kehrte und im Westen aufschlug, wo er nicht sein wollte. Hier lässt er nun zwei verlorene Menschen aufeinander treffen, zwei Gestrandete, Ausgespuckte dieser Gesellschaft, die dennoch so gelassen, geistreich durch Raum und Zeit streunen, als wären sie zwei Kinder Becketts.

Aussortierte Träumerinnen

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.