Düsseldorf - Nach den Rassismusvorwürfen am Düsseldorfer Schauspielhaus, die das Ensemblemitglied Ron Iyamu in der vergangen Woche vorgebracht hat, gibt es nun einen offenen Brief, in dem 22 Mitwirkende zweier Projekte des Theaters eine unabhängige Bühne fordern. Adressiert ist das Schreiben an die Kulturministerin von Nordrhein-Westfalen (NRW) Isabel Pfeiffer-Poensgen, den Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf Stephan Keller und den Intendanten des Düsseldorfer Schauspielhauses Wilfried Schulz.

Unterzeichnet haben Schwarze und PoC, die für die im Mai geplanten Stücke „Afrokultur“ und „M(a)y Sister“ engagiert sind. Die Regie führende Kommunikationssoziologin Natasha A. Kelly hat den Brief auf ihrem Twitter-Account veröffentlicht. „Als unmittelbar von Rassismus Betroffene scheint es uns paradox, zwei Inszenierungen, die der afrodeutschen Wissenschaftlerin und Poetin May Ayim gewidmet sind und sich mit diesem Thema beschäftigen, in einer staatlichen Institution auf die Bühne zu bringen, der Rassismus und Sexismus vorgeworfen werden.“

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