Berlin - Wer sagt eigentlich, dass man für so etwas wie den alltäglichen Klassenkampf gleich die rote Fahne schwenken muss? Wenn sich die wunderbare Theatergruppe „Familie Flöz“ nämlich in der Komödie im Schiller Theater dieses Themas annimmt, genügen ein paar giftige Blicke und hämische Gesten, die der Portier und die Putzfrau der gestrengen Chefin heimlich nachschicken, und man versteht alles: Ihre Abhängigkeit, ihren Groll und ihre Entschlossenheit, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Für diese Erkenntnis freilich fällt kein einziges Wort und kein Gesichtsmuskel zuckt. Denn die Schauspieler der „Familie Flöz“ tragen auch hier wieder von Hajo Schüler hinreißend beredt gestaltete Masken, die so aussagekräftig eingesetzt werden, dass sich völlig ohne Sprache und Mimik ganze Beziehungen, Konflikte, Tragödien erzählen – und natürlich allerlei absurd-komische Situationen entstehen.

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