Berlin - Die Kulturverwaltung vermeldet desaströse Besucherzahlen an den institutionell geförderten Berliner Bühnen und Orchestern. „Wir blicken auf ein künstlerisch düsteres Jahr 2020 zurück.“, so die Einschätzung des Kultursenators Klaus Lederer am Dienstagvormittag. Die Behörde konnte nur wenig mehr als 900.000 zahlende Besucherinnen und Besucher zählen. Im Jahr 2019 waren es noch 3,3 Millionen verkaufte Karten.

Die Einrichtungen waren ab Mitte März 2020 infolge der Corona-Pandemie wochenlang geschlossen oder haben später aufgrund der verschärften Hygienevorschriften ihr reguläres Platzangebot deutlich reduzieren müssen.

Lederer weiter: „Für unsere Bühnen war 2020 ein extrem hartes Jahr: geschlossene oder nur begrenzt offene Häuser, Unsicherheiten und oft persönliche Nöte brachten die Pandemie und die notwendigen Schutzmaßnahmen mit sich. Und dennoch haben die Bühnen der Stadt Lebenszeichen gesendet, kreativ die Formate geändert, auf Digitalisierung gesetzt. Nicht unterkriegen lassen – dieses Motto nötigt mir Respekt ab, verbunden mit dem Dank an alle Einrichtungen, alle Intendant*innen und Leiter*innen und jede und jeden Einzelnen, die oder der mithilft die Kulturlandschaft Berlins am Leben zu erhalten. Bessere Zeiten kommen – ganz sicher.“