Es ist im Grunde eine schöne Ironie der Geschichte: Einerseits leben wir im Anthropozän, jenem Zeitalter, in dem die Erdgeschichte nicht mehr nur von autonomen Naturkräften bestimmt wird, sondern durch das zivilisatorische Eingreifen des Menschen selbst. Andererseits ist dieser herrschende Mensch aber auch schon wieder im Rückzug, weil seine technischen Schöpfungen die Macht für ihn übernommen haben. Als Posthumanismus geistert das durch die Diskurse von heute und meint wohl doch mehr das Morgen. Dennoch spürt auch jetzt schon jeder, dass der Widerspruch zwischen menschlicher Allmacht und Ohnmacht, mit Übermacht letzterer, alltäglich immer greifbarer wird.

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