Sportlich müssen die Schauspieler in Sebastian Nüblings Inszenierungen immer sein, denn er bringt die Texte zuallererst energetisch auf die Bühne. Aufgesagt wird dann zwar auch noch – oder gehechelt oder geschrien –, aber vor allem geht es darum, die Sätze der inszenierten Textflächen in Bewegung zu bringen, in körperlichen Ausdruck und ausgreifende Räumlichkeit. Im Gorki-Container rasen am Sonnabend die vier jungen Spieler Lujain Mustafa, Karim Daoud, Kenda und Kinan Hmeidan, die vor fünf Jahren das Exil-Ensemble mit begründeten, geradezu atemlos durch die Kurzgeschichten der syrischen Autorin Rasha Abbas. Laute Beats schlagen einen Herzschlag dazu und dunkel lila ausgeleuchtete Nebelschwaden geben den sich austanzenden Figuren ein Flair von allegorischer Weite und Einsamkeit.

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