Berlin - Alexander Lang, ein Kriegskind aus Thüringen, legte nach seiner Ausbildung zum Schauspieler eine steile Karriere hin. Er steht, auch als Regisseur, für einen konfliktreichen Aufbruch im Deutschen Theater in den 1970er-Jahren. Sein gestisches und spielerisches Verständnis der Schauspielkunst verbunden mit großer Genauigkeit in der Arbeit mit dem Text verhalfen einer modernen, von Brecht inspirierten Ästhetik mit zum Durchbruch. Nach seinem Weggang in den Westen und dem Untergang der DDR verlor Langs Theater seinen gesellschaftlichen Bezugsrahmen und wurde der Gegenwart immer fremder. Er ist aber ein kritischer Beobachter unserer Wirklichkeit geblieben, er lacht viel, nicht nur bitter, freut sich an Formulierungen und Zuspitzungen. Er empfängt uns in seiner Pankower Wohnung, das ist praktischer, denn er sitzt im Rollstuhl und hat seit einiger Zeit keine Beine mehr. Am 24. September wird er 80 Jahre alt. 

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