Seit er im Dezember 2016 sein Amt angetreten hat, managt der Senator für Kultur und Europa Klaus Lederer (Linke) Theaterkrisen. Viele haben mit einem viel beschworenen Klima der Angst zu tun, mit feudalistischen Strukturen und Abhängigkeitsverhältnissen, die Machtmissbrauch Vorschub leisten und kaum zu kontrollieren sind. Immer öfter sehen sich Theaterbeschäftigte sexistisch, rassistisch oder ageistisch diskriminiert oder unterdrückt, wissen sich nicht zu helfen und gehen an die Öffentlichkeit. Für die einen handelt Lederer zu zögerlich, lässt er Intendanten zu lange gewähren und nimmt Beschwerden nicht ernst genug – andere sehen die Unschuldsvermutung missachtet, Übersensibilität und Denunziation am Werk. Dass er von allen Seiten Kritik einstecken muss, könnte ein Hinweis darauf sein, dass es sich um ein widersprüchliches Thema handelt, bei dem sich Kunstfreiheit und Mitarbeiterschutz in die Quere kommen und es keine einfache Antworten gibt.

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