Berlin - Macht kann ja auch etwas Schönes sein. Etwas Wertvolles. Es ist das Gegenteil der Ohnmacht. Wer Macht hat, kann handeln und Dinge veranlassen – und sollte dies zum Wohle Vieler tun. Denn zur Macht gehören Demut und Moral. Sowie das Wissen um die jeweils zwei Körper des Mächtigen, von denen der eine an der Garderobe abzugeben ist. Ohne Bewusstein für ihren Rollencharakter ist Macht wie ein Wille ohne Ziel, ein Feuer ohne Schale, eine Kraft ohne Form: gefährlich. Gerade im Theater sollte man das wissen. Genau dort aber war der Feudalismus, dem unser Theatersystem entstammt, erschütternd lange unberührt.

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