Berlin - Macht kann ja auch etwas Schönes sein. Etwas Wertvolles. Es ist das Gegenteil der Ohnmacht. Wer Macht hat, kann handeln und Dinge veranlassen – und sollte dies zum Wohle Vieler tun. Denn zur Macht gehören Demut und Moral. Sowie das Wissen um die jeweils zwei Körper des Mächtigen, von denen der eine an der Garderobe abzugeben ist. Ohne Bewusstein für ihren Rollencharakter ist Macht wie ein Wille ohne Ziel, ein Feuer ohne Schale, eine Kraft ohne Form: gefährlich. Gerade im Theater sollte man das wissen. Genau dort aber war der Feudalismus, dem unser Theatersystem entstammt, erschütternd lange unberührt.

Am Montagnachmittag luden Bündnis 90/Die Grünen zum Online-Fachgespräch über Machtmissbrauch im Kulturbereich. Genauer: Zum Gespräch darüber, was man dagegen tun kann. Denn dass das Phänomen nichts ist, was zu beweisen wäre, fand Daniel Wesener, der kulturpolitische Sprecher der Partei, eingangs wichtig zu betonen. Manche, insbesondere männliche Abgeordnete anderer Fraktionen, sehen das wohl anders.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.