Berlin - „Wie wird man Aktivist?“, fragt die Moderatorin Laura Capelle in die digitale Runde und der französische Philosoph Geoffroy de Lagasnerie kontert: „Wie ist es möglich, kein Aktivist zu sein?“ Wer vorurteilslos in die Welt blicke, der müsse automatisch Aktivist werden, linker Aktivist. Dass realiter kaum jemand dies tut, ist das große Rätsel, das zu ergründen sich am Wochenende eine stattliche Anzahl von Künstlern, Menschenrechtsanwältinnen und Geisteswissenschaftlern im analogen wie digitalen Raum der Akademie der Künste versammelt hat. Milo Rau hat gerufen, der inszenierende, schreibende, filmende Tausendsassa des neuen „globalen Realismus“, der – so stellt ihn die Vizepräsidentin Kathrin Röggla vor – scheinbar die Fähigkeit besitze, an mehreren Orten zugleich sein zu können: eben noch in der Oper Genf, jetzt schon in der AdK.

Keine Trennung von „aktivistisch“ und „künstlerisch"

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