Berlin - Gerüchte über ernstzunehmenden Machtmissbrauch am Maxim-Gorki-Theater in Berlin waren vor einer Woche in der Süddeutschen Zeitung laut geworden. Am Donnerstag teilte das Bühnenschiedsgericht Berlin am Donnerstag mit, dass eine Dramaturgin gegen das Theater klagt. Sie wendet sich dagegen, dass ihr befristeter Arbeitsvertrag nicht verlängert wird. Die Nichtverlängerung verstoße gegen das Maßregelungsverbot des § 612 a BGB und stehe im Zusammenhang mit einem Beschwerdebrief mehrerer Beschäftigter gegen die Intendantin wegen Machtmissbrauch und Mobbing. Zudem werde sie in ihrer Elternzeit als Frau diskriminiert. Das Maßregelungsverbot bedeutet, dass der Arbeitgeber einen Arbeitnehmer bei einer Vereinbarung oder einer Maßnahme nicht benachteiligen darf, weil dieser in zulässiger Weise seine Rechte ausübt. Übersetzt bedeutet das: Wenn eine Arbeitnehmerin Elternzeit nimmt oder sich über ihren Arbeitgeber oder ihre Arbeitgeberin beschwert, hat sie das Recht dazu, und es dürfen ihr keine Nachteile daraus entstehen. Die Verhandlung beim Bühnenschiedsgericht findet nächsten Mittwoch, 5. Mai, statt.

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