Neuer Festspiele-Intendant Matthias Pees schafft Stückemarkt ab

Bei der Vorstellung seines Teams und Programms gab der neue Intendant der Berliner Festspiele bekannt, dass er den Stückemarkt des Theatertreffens abschafft.

Matthias Pees, Intendant der Berliner Festspiele, bei der Pressekonferenz.
Matthias Pees, Intendant der Berliner Festspiele, bei der Pressekonferenz.Imago

Die Berliner Festspiele schaffen den Stückemarkt ab. Die Sparte des Theatertreffens werde, wie der neue Intendant Matthias Pees am Mittwoch auf der Antrittspressekonferenz verkündete, nach einer besonderen Ausgabe zum nächstjährigen 60. Jubiläum des Theatertreffens nicht mehr fortgeführt. Der Stückemarkt wurde 1978 als erste Förderinitiative für neue Dramatik gegründet. Andere Festivalrubriken wie das Internationale Forum, das TT-Kontext-Programm und der TT-Blog sollen bestehen bleiben und von neuen Veranstaltungsformaten flankiert werden.

In der Pressemitteilung ist „von zehn unterschiedlichen, transdisziplinären Begegnungsformaten“ die Rede, das alles soll von Olena Apchel, Marta Hewelt, Carolin Hochleichter und Joanna Nuckowska dem neuen TT-Leitungsteam, das seit dem 1. September im Amt ist, in den nächsten Wochen und Monaten entwickelt werden. Das Kernstück des Theatertreffens – das Tableau der zehn bemerkenswertesten Inszenierungen aus dem deutschsprachigen Raum – soll erst einmal unangetastet bleiben und 2023 wie gewohnt von einer Kritikerjury ausgewählt werden.

Bei der Pressekonferenz stellte das künstlerische Leitungsteam das Programm der verschiedenen Festivals, als da wären das Jazzfest, die Maerzmusik, das Musikfest Berlin, die Bundeswettbewerbe und die Ausstellungen des Gropius-Baus vor, dessen Direktion im November ausgeschrieben wird. Neu im Portfolio der Festspiele ist das zehntägige Festival Performing Exiles, kuratiert von Matthias Lilienthal mit Beratung von Rabih Mroué, das Positionen von in Berlin lebenden Exilkünstlern präsentieren soll.