Berlin -  Ein großer viereckiger Tisch steht im Zentrum der neuen Inszenierung im Renaissance-Theater. Inmitten weinroter Wandvorhänge ist er der Ort, an dem sich die Familie Mann versammelt, selbst wenn sich Thomas und sein Bruder Heinrich zerstritten haben, Thomas’ Frau Katia mit den Kindern Erika und Klaus Probleme hat, Gustaf Gründgens in den erlesenen Kreis einheiratet. Oder wenn sich Heinrich wieder eine junge Flamme aus der Halbwelt angelacht hat … Zuerst befindet sich der Tisch in München, doch als die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht übernehmen, wird er in den USA aufgestellt, wohin alle – bis auf Gründgens – emigriert sind. Der Regisseur Torsten Fischer und der Ausstatter Herbert Schäfer haben „Amazing Family – Die Reise der Familie Mann“ geschrieben und jetzt gemeinsam die Uraufführung auf die Bühne gebracht.

Alles, was an dem gut zweistündigen Abend gesagt wird, entstammt originalem Material, wie Romanen, Briefen, Tagebüchern, und ist auf kluge und packende Weise miteinander kombiniert. Empathisch aufgeschlossen interessieren sich die Autoren für die Irrungen und Wirrungen, die Freuden und Triumphe dieser sehr besonderen Familie, ohne ihr künstlerisches Renommee in Zweifel ziehen zu wollen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.