Langsam und schnell zugleich sind die zwölf Monate seit dem letzten Theatertreffen vergangen, das dem Lockdown zum Opfer fiel und nur virtuell stattfinden konnte. Auch die diesjährige Ausgabe des Festivals wird mit seiner Zehnerauswahl der bemerkenswertesten Inszenierungen und dem Programm drumherum nur an den heimischen Bildschirmen zu verfolgen sein. Allerdings schwingt diesmal die Hoffnung mit, dass es bald wieder losgeht mit „richtigem“ Theater. Sollen wir da weitermachen, wo wir aufgehört haben? Schließlich ist der Theaterbetrieb in der bühnenkunstarmen Zeit debattentechnisch geradezu erblüht: Rassismus-, Sexismus- und Diskriminierungsvorwürfe wurden erhoben, die Machtfrage steht im Raum. Überproduktion, gesellschaftliche Relevanz und Betriebsroutinen werden diskutiert. Aber nicht nur der Betrieb, sondern auch die Künstlerinnen und Künstler wurden vom Virus und seinen Folgen auf sich selbst zurückgeworfen. Wir blicken mit der Schauspielerin Sandra Hüller auf das vergangene Jahr, wir erreichen sie am Telefon in ihrer Heimatstadt Leipzig.   

Frau Hüller, beim bevorstehenden Theatertreffen wird Ihnen mit einem Jahr Verspätung der Berliner Theaterpreis 2020 verliehen, weil beim letzten Mal die Feier coronabedingt ausfallen musste. Haben Sie auch das Gefühl, dass die Pandemie Ihnen ein Jahr Ihres Lebens geklaut hat?

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.