Reglose Körper, aufeinandergetürmt, in fahlem Licht. Unversehrt sind sie, aber im ersten Bild von „Sym-Phonie MMXX“ kommt unweigerlich die Ukraine in den Sinn. Konkreter Anlass ist der Krieg nicht, auch wenn er im Besetzungszettel verurteilt wird. Die Zusammenarbeit der Choreografin Sasha Waltz und des Komponisten Georg Friedrich Haas datiert weit früher: „Sym-Phonie MMXX“ ist eines der Projekte, die aufgrund der Pandemie mehrfach verschoben wurden. Länger noch als die zwei Corona-Jahre ist der Vorlauf dieses Überbleibsels von Waltz’ kurzer Intendanz am Staatsballett, die mit dem Weggang ihres Co-Intendanten Johannes Öhman 2020 abrupt endete. Dem Auftrag zu „Sym-Phonie MMXX“ blieb das Staatsballett treu, es zeigt die Uraufführung an der Staatsoper Unter den Linden. Haas’ Komposition wird von der Staatskapelle Berlin gespielt. Getanzt aber wird Waltz’ Werk von 21 Mitgliedern ihres eigenen Ensembles. Institutionell ist das komplex.

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