Berlin - Alles so schön flauschig hier, eher Bühnenbettlager, als ein Auftrittsort, mit lasziv felligem Flair. Dann sieht man zwei Körper nebeneinander im Schneidersitz, ihre Köpfe weit nach vorn gebeugt bis auf die Brust. Zwei seltsame Knäuel, die langsam beginnen, sich zu bewegen – nach rechts, nach links – und all das sprechend begleiten: „Meine linke streichelt die rechte Hand“, sie wandert „weiter nach vorne und erforscht die Umgebung“ und wir Theatervideozuschauer sehen in Nahaufnahme Finger über den Samt streichen, ihn prüfen, weiter wandern bis zwei Hände sich berühren, sich dann hoch an die Köpfe schieben und darüber streichen als wischten sie auch alles darin erst mal weit weg. Sphärisch zarter Elektrosound umspült all das, als sei es die Schöpfung der Welt.

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