Berlin - Am Freitag sind in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung ernstzunehmende Gerüchte über Machtmissbrauch am Maxim-Gorki-Theater laut geworden. Die Intendantin Shermin Langhoff, so ist da zu lesen, solle sich nicht immer im Griff haben, öfter laut werden und Mitarbeiter runtergeputzt haben. Der Autor Peter Laudenbach zitiert eine anonym bleibende, frühere Mitarbeiterin des Theaters. Diese bezeichne die Grenzüberschreitungen als „flächendeckend“. Die Intendantin sei von der Berliner Kulturverwaltung zu mehreren Gesprächen einbestellt worden. „Langhoff selbst sah ein, dass sie sich und ihren Kollegen mit den Ausrastern keinen Gefallen tut, sie nahm ein Coaching in Anspruch.“ Laut Laudenbach „scheint das Arbeitsklima inzwischen deutlich respektvoller“ geworden zu sein. Und er resümiert: „Der formale Weg – Beschwerden, Gespräche in der Kulturverwaltung, Änderung des Verhaltens – scheint funktioniert zu haben.“ Zweimal „scheint“.

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