Berlin - Das Ensemble und die Intendantin haben zusammen mit dem Artistic Advisory Board, einer Gruppe von Regisseuren, Dramaturgen und Autoren, die mit dem Haus verbunden sind, ein gemeinsames Statement zur Krise des Gorki-Theaters auf ihrer Homepage veröffentlicht. „Wir vertrauen auf die Kraft und die Visionen des Gorki Theaters“, heißt es in der Veröffentlichung vom Donnerstag und weiter: „Wir glauben daran, dass das Gorki sich neu erfinden und Vertrauen wiederaufgebaut werden kann.“

In dem kurzen Text nehmen die Verfasserinnen und Verfasser indirekt Stellung zu den in verschiedenen Medien erhobenen Machtmissbrauchsvorwürfen, denen sich die Intendantin Shermin Langhoff ausgesetzt sieht. Nach Angaben der Berliner Senatskulturverwaltung gab es Ende 2019 Beschwerden mehrerer Beschäftigter, die über die Vertrauensstelle Themis bei der Senatsverwaltung eingegangen seien. Es habe ein Mediationsprozess stattgefunden.

Am Mittwoch endete ein Prozess vor dem Bühnenschiedsgericht, in dem eine Mitarbeiterin gegen das Theater gegen die Nichtverlängerung ihres Vertrags geklagt hat, mit einem Vergleich. In dem Statement heißt es: „Wenn Mitarbeiter*innen verbal angegriffen, nicht wahrgenommen und enttäuscht wurden, nehmen wir das ernst. Deswegen suchen und erarbeiten wir seit über einem Jahr Lösungsansätze, um system- und strukturimmanente Fehler zu überwinden und persönlichem Fehlverhalten vorzubeugen. Wir sind hoffnungsvoll und entschlossen, aus Fehlern lernend etwas Neues zu schaffen.“

Im vergangenen Dezember wurde der Vertrag von Shermin Langhoff bis 2026 verlängert.