Berlin - Wie fängt man neu an? Während die Schaubühne leise durch den gesamten Sommer spielt und die verlorene Corona-Saison so elegant wie unmerklich in die neue Spielzeit übergleiten lässt, sucht das Gorki aktivistisch wie eh und je den harten Schnitt und lauten Schuss. Immerhin gilt es hier, nicht nur die leidige Pandemie in die Ferne zu rücken, sondern auch die Vorwürfe des Machtmissbrauchs gegen Intendantin Shermin Langhoff. Dass beides dennoch ungebeten mit hinüber schwappen wird ins neue Theaterjahr, drängte sich am vergangenen Sonnabend spätestens nach dem überbordenden Schlussapplaus für Marta Górnickas Chorspektakel „Still Life“ auf. Sesede Terziyan trat in grauem Bit-Anzug, Kostüm des Abends, an die Rampe und rief mit großer Emphase die neue Spielzeit aus, während Langhoff selbst sowie das gesamte Direktorium zu Hause in Quarantäne saß.

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