Berlin - Das Theater ist durch die Pandemie in mindestens dreierlei Hinsicht in die Krise geraten. Nicht nur in finanziell – das wird zumindest bei den subventionierten Häusern erst einmal ausgeglichen. Und auch nicht nur, weil in der Zwangsruhe Konflikte um Machtmissbrauch, Führungskultur und Diskriminierung aufbrachen, die hoffentlich in eine fruchtbare Strukturdebatte münden. Die größte Gefahr, in die die aus der Routine geschleuderten Institutionen geraten, besteht darin, dass ihnen die Relevanz im Miteinander der bürgerlichen Gesellschaft verloren geht – viel deutlicher und schneller, als es ohnehin schon der Fall war. Insofern ist es symptomatisch, aber auch nötig und hoffentlich irgendwie auch relevant, dass sich das Theater, da es nun endlich wieder öffnet, mit sich selbst beschäftigt. Nicht nur auf diskursiver und gegebenenfalls juristischer Ebene, sondern auch mit den eigenen Mitteln: dem Spiel.

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