Selten hat man Gelegenheit, sich mit den männlichen Laien zu identifizieren, die bei den alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspielen Oberammergau mitwirken dürfen. Seit Aschermittwoch um elf gilt der Haar- und Barterlass, verkündet vom Bürgermeister Andreas Rödl und dem Spielleiter Christian Stückl. Dem jahrhundertealten Regularium nach dürfen die Mitspieler ab nun weder Schere noch Klinge an ihre Schädel-, Wangen- und Kinnbehaarung mehr lassen, damit bis zur Premiere in gut einem Jahr Matte und Bart schön wallen.

Dass sich nun knapp zwei Wochen, bevor die Friseure im Zuge der Corona-Lockerungen wieder öffnen dürfen, das Barbierfenster schließt, ist natürlich hart. Wenigstens die Fusseln, die einem über die Oberlippe ins Marmeladebrötchen wachsen, möchte man doch trimmen dürfen?

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