Berlin - Es ist ja schön, dass nun wieder überall Theater gespielt werden kann – auch wenn leider nicht alles Gold ist, was da zu sehen ist. Wie im Globe Berlin in Charlottenburg, wo Carola Söllner „Maria Stuart“ inszenierte. Friedrich Schillers fünfaktige Tragödie verlangt eigentlich mehr als ein Dutzend Darsteller. Hier auf der kleinen Open-Air-Bühne sind es allerdings nur vier. Die Konflikte werden ebenfalls minimiert und auf eine vor allem persönliche Fehde zwischen Elisabeth, Königin von England, und Maria, Königin von Schottland, reduziert. 

Die Zuschauer sitzen um ein dreistöckiges hölzernes Podest herum, das als Marias Gefängniszelle wie als Elisabeths Privatgemach dient (Bühne: Thomas Lorenz-Herting). Das einzige Treffen der beiden Rivalinnen freilich findet auf dem unregelmäßigen Holzsteg statt, der am äußeren Rand des Geländes verläuft. Das ist sowohl akustisch wie von der Beleuchtung her ein Problem, denn wenn es so weit ist, hat sich der Himmel schon ziemlich verdunkelt und die Schauspielerinnen sind einigermaßen weit weg.

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