Berlin - Am 9. Februar verfällt die deutschsprachige Theaterwelt in eine Starre der Erwartung, dann schaltet sich die siebenköpfige Jury des Theatertreffens zusammen und darf erst wieder auseinandergehen, wenn sie zu einem Votum über die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen gekommen ist. Wenn alles gut geht, werden sie im Mai vielleicht sogar live präsentiert.

Alles wie immer? Nein, in dieser von der Pandemie und Lockdowns zerpflückten Saison kamen deutlich weniger Inszenierungen zur Premiere, das Angebot konnte nur eingeschränkt von der Jury gesichtet werden. Erstmals in der Geschichte des Theatertreffens wurden in großem Rahmen Inszenierungen nach ihren Videoaufzeichnungen bewertet, konnte die Jury nur virtuell miteinander kommunizieren, und niemals wurde weniger gereist. Der Redakteur des Branchenfachblattes Theater heute, Franz Wille, der auf eine über 20-jährige Erfahrung als Theatertreffen-Juror zurückblicken kann, erzählt, was sonst noch so anders verlief und ob es überhaupt Sinn hat, in diesen Zeiten ein Theatertreffen abzuhalten. 

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