Klaus Dörr übernahm im April 2018, nachdem der Castorf-Nachfolger Chris Dercon den Betrieb in eine finanzielle Krise gesteuert hatte, die Intendanz der Volksbühne zunächst kommissarisch, dann regulär. Im Sommer, wenn René Pollesch kommt, endet verabredungsgemäß Dörrs Amtszeit. Nach dem schwierigen Beginn sind nun seine letzten beiden Spielzeiten von der Pandemie und den Maßnahmen zu ihrer Eindämmung geprägt. Dörr, der sein Berufsleben im Gesundheitswesen begonnen hatte, sieht ein, dass das Infektionsgeschehen aufgehalten werden muss, aber die Maßnahmen dafür sind ihm zu wenig gezielt. Er ist Mitinitiator eines Expertenkonzepts zur kontrollierten Öffnung der Kultur- und Sporteinrichtungen, das in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde. Auch unterschrieb er einen offenen Brief, in dem Berliner Kulturinstitutionen darauf bestehen, zusammen mit dem Einzelhandel wieder zu öffnen. 

Berliner Zeitung: Herr Dörr, die Corona-Krise hat Ihr Haus besonders fatal erwischt, weil Ihre ohnehin kurze Amtszeit im Sommer endet. Mussten Sie viel absagen?

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.