Nach gut eineinhalb Stunden durchgerüttelten „Werther“-Leidens seufzt Marcel Kohler: „missverstanden zu werden, das ist das Schicksal von unsereinem“ und kriecht traurig unter ein großes, wabbeliges Schaumstoff-Etwas. Was genau es mit dem seltsamen Wabbelkissen am Rande der Kammerspielbühne im Deutschen Theater auf sich hat, weiß an diesem Abend niemand, auch der missverstandene Werther und sein Darsteller nicht. Genau deshalb scheint es in diesem Moment der passende Zufluchtsort für den unglücklich Liebenden, dem jede gesunde Beziehung zu seinem Ich und der Welt abhandengekommen ist.

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