Es scheint, als schreibe Wajdi Mouawad seit Jahren an dem immer gleichen Stück. Es ist das Stück der zerbrochenen Menschheitsfamilie und darin immer eine Tragödie mit rauem, antikem Grundton. Bruderkriege, Habgier, Verblendung, auch nur der Drang nach Freiheit haben die Sprösslinge dieser Familie in alle Himmelsrichtungen zersprengt und blind gemacht für ihre wahren Wurzeln. Nun leben sie – Araber, Juden, Christen – irgendwo in Lebenslügen verstrickt, die sich aus separatistisch erdichteten Splitteridentitäten speisen. Was fehlt, ist die eine, gemeinsame Wahrheit.

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