Berlin - Der weiße, männliche, heterosexuelle, schwedische Popstar Gustav Gundesson muss sich eine Menge vorwerfen lassen. In seiner Laufbahn, die ihn unter anderem in den Süden zu den Beduinen und in den Norden zu den Lappen führte – hier wie dort konkret vor allem zu den Töchtern –, hat er sich am kulturellen Erbe von unterdrückten Minderheiten bedient und es rassistisch interpretiert. Das, was er im Zusammenhang mit seiner sehr jungen, einstigen Backgroundsängerin, der heute mit über 90 Millionen Followern auf TikTok sehr viel erfolgreicheren Roma-Sängerin Sky, „künstlerische Zusammenarbeit“, „Unterstützung“ und „Erleuchtung“ nennt, sei nichts andres als Missbrauch, Entwürdigung und finanzielle Ausbeutung gewesen. Nicht Sky habe Gustav etwas zu verdanken, sondern er ihr.

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