Berlin - In der Volksbühne sind sie verrückt geworden. Das wundert nicht. Sie spielen Shakespeares „King Lear“, das Drama über einen vor Machtlust und Eitelkeit mit Irrsinn geschlagenen König. Aber es wundert doch, wie wörtlich sie das mit dem Wahnsinn nehmen. Es ist, als hätte man ein bisschen im Shakespeare-Text geblättert, hier und da von Wahnsinn gelesen und daraus geradewegs geschlossen, dass man dieses Stück nur spielen könne, indem man lauter Wahnsinnsszenen zusammenklöppelt. Also werden etliche  Variationen von Irrsein gezeigt, die zwar keinerlei dramaturgischen, handlungslogischen oder sonstigen Zusammenhang haben, dafür aber sich im blanken Nonsense-Spiel austoben dürfen.

Grunzen, plärren, krächzen

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