Da steht er, streng gescheitelt. Im blassbraunen Anzug, mit Brille und spitzen Fingern. Alles wirkt, als wäre dieser Mensch außen- wie innenherum fremdgeboren in sein Dasein. Gleichermaßen Opfer der Umstände wie ihr willfähriger Diener. Steht, schaut, schweigt und verkündet: „Nun“. Pause. Hernach spricht Clemens Sienknecht uns vom „Haussegen für den Heimkaktus“, von „das Heimatdefekt“ (kein Schreibfehler!), vom Ort, an dem er sich befindet (die Rampe!). Bald schiebt sich der Eisernen Vorhang quietschend nach oben, auf dass man ein Häufchen Menschen hocken sehe, die schön windesfern singen „Lustig ist das Zigeunerleben, faria, faria, ho!“. Das Harmonium jammert, die Stimmen glöckeln, der Vorhang fährt wieder herab.

Heimtückische Drolligkeit

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