Ein Film, in dem ein globales Desaster eine Rolle spielt, ist immer auch ein Film, der die Menschheit auf den Prüfstand stellt, ist also ein Katastrophenfilm mit zivilisationskritischer Agenda. Die Fragen, die in einem solchen Kontext zwangsläufig aufgeworfen werden, lauten: Wie gehen die Einzelnen respektive wie geht das Kollektiv mit der Misere um? Wie wirkt sich die desolate Situation auf die conditio humana, auf das Zusammenleben der Menschen aus? Wie steht es um die Überlebenschancen? Zehn Jahre ist es her, dass sich Tim Fehlbaum in seinem sehr beachtlichen Regiedebüt „Hell“ der Erörterung dieser Fragen widmete und damit zugleich den überzeugenden Beweis für die Möglichkeit hochkarätigen deutschsprachigen Genrekinos erbrachte. Mit „Tides“, wie der Vorgänger dem Genre der dystopischen Science-Fiction zuzuschlagen, legt Fehlbaum nun endlich nach.

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