Der Künstler Timm Ulrichs spricht bei der Inbetriebnahme seiner Installation „wir-kl-ich“ 2019 im Sprengel-Museum.
Foto: Ole Spata/Dpa

Berlin - Man sollte genau hinschauen auf die Foyerwand oben an der Treppe vor der Ausstellungshalle in der Akademie der Künste. Dort steht, kleingedruckt und als Raster gesetzt, das Wort „Raster“. Über mehrere buchstäbliche Mutationen hinweg erstarrt es am Ende zu „Starre“. Neben dieser „Raster – Starre“ steht das Wort „Stücke“, in Serie gereiht, jedoch in Stücke zerstückelt. Auch das ergibt ein Bild mit großem Eigensinn, absurd, ironisch, mit Tiefgang. Fehlt nur noch der Satz: „Ich kann keine Kunst mehr sehen!“, mit dem der Künstler Timm Ulrichs sich, als Blinder verkleidet, einst im Jahr 1975 auf die Kölner Kunstmesse stellte und sich selbst zum Kunstwerk machte.

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