Die Sängerin Katharine Mehrling während ihrer Show „In Love with Judy“.
Foto: Davids/Sven Darmer

Berlin - Man konnte sich fürchten vor dem ersten Besuch im Tipi seit Seuchenausbruch. Das Kesselhaus wirkte jüngst bei einer Lesung einfach nur kalt und abweisend, obwohl alle erlaubten Stühle besetzt waren. Das Tipi dagegen kennt man nur schillernd und einladend, nun aber warteten Absperrungen, Klebestreifen, Plexiglas und Abstand. Dazu keimfreie Luft! Auf die neuen Lüftungsanlagen in seinen beiden Zelten ist Holger Klotzbach vom Tipi und der Bar jeder Vernunft zu Recht stolz, die können hier jetzt die Luft ionisieren, machen sie sauber und rein wie nach einem Gewitter – und übrigens auch ähnlich kühl. Sicherer geht es kaum. Und in der Umgebung soll nun Katharine Mehrling wirken wie einst Judy Garland (1922–1969) in einem alten verrauchten Londoner Amüsierklub?

Aber was soll man sagen: Das Tipi strahlt entwaffnend, jedes Detail wirkt liebevoll, es sieht sogar gut gefüllt aus. Obwohl statt der üblichen 560 Gäste nur 180 reindürfen. 180! – dabei arbeiten für die privaten, nicht subventionierten Zelt-Betreiber 150 Leute im Hintergrund. Allein diese Zahl blättert die Misere der kompletten Branche auf. Die eigentliche Sensation ist, dass es trotzdem weitergeht.

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