Eine Rolltreppe auf dem Frankfurter Messegelände.
Foto: Arne Dedert/dpa

Ein paar Jahre danach war fast alles wie zuvor. Im Oktober 2001 war die Frankfurter Buchmesse das erste kulturelle Großereignis, das nach dem terroristischen Angriff auf das World Trade Center in New York abgehalten wurde. Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen und lange Warteschlangen beim Einlass auf das Messegelände waren nur die sichtbare und zu erlebende Folge.

In den Hallen aber war das Gedränge wie eh und je groß. Auf Dutzenden Podien wurde das anbrechende Zeitalter der terroristischen Gefahr und die für viele verblüffende Rückkehr der Religionen debattiert. Ansonsten gehörte es weiterhin zu den paradoxen Erfahrungen eines jeden Messebesuchs, dass immer größerer Aufwand betrieben werden musste, um mit Büchern, um die es hier doch gehen sollte, die Aufmerksamkeit des Publikums zu binden. Das Geschiebe in den Gängen signalisierte gesteigertes Interesse, aber es war flüchtige Neugier, die sich hier wie eine schwerfällige Raupe vorwärts bewegte.

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