Sind wir nicht alle gestresst von der Adventszeit, vom Geschenke-kaufen und den Weihnachtsmärkten, die an jeder Ecke lauern? Wäre es da nicht eine schöne Vorstellung, sich dem Trubel zu entziehen, und sei es nur für einen Lunch? So richtig weiß die junge Therese (Rooney Mara) zu Beginn von „Carol“, der Kinoadaption eines frühen, im New York der 1950er-Jahre spielenden Romans von Patricia Highsmith, nicht, wie ihr geschieht. Eben noch stand sie als Verkäuferin in der vorweihnachtlich geschmückten Spielzeugabteilung eines Kaufhauses – nun sitzt sie in ihrer Mittagspause einer Kundin und Zufallsbekanntschaft gegenüber.

In dem lauten, überfüllten Diner wirkt Carol in ihrem Pelzmantel, mit roten Lippen, roten Fingernägeln und gleichfarbigem Hut wie ein unwirkliches Wesen. Die schöne, wohlhabende Hausfrau möchte sich von ihren Mann scheiden lassen, wie sie Therese erklärt, und kämpft gerade um das Sorgerecht für ihre kleine Tochter. Gespielt wird Carol von Cate Blanchett mit der Lässigkeit einer Frau, die das Leben mit all seinen Tiefen und Untiefen bereits kennengelernt hat, es aber weiter herausfordern möchte.

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