Einen hübschen, pfiffigen Einfall hatte der US-DJ Skrillex am ersten Abend des Lollapaloozas. Mitten in seiner Bassmusik-Gemischtware, die er mit dem Hamburger DJ Boys Noize ausbreitete, legte er die alten Deutsche-Welle-Helden DAF auf. „Deutsch-Amerikanische Freundschaft“ knödelte der EDM-Star lauthals, bevor er die Düsseldorfer Elektropioniere dazu auffordern ließ, wahlweise den Mussolini oder den Adolf Hitler zu tanzen. Hinter ihm strahlte fein beleuchtet der Nazibau, nach vorne hatte er jubelnde Menschen und das Flugzeugdenkmal der Luftbrücke im Blick, und dazwischen schien Skrillex großzügig, den gegenwärtigen EDM-Craze der USA mit deutscher Technopionierarbeit zusammenzuführen – Lollapalooza als eine Art musikalischer Rosinenbomber.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.