Wie Kreisel drehen sich acht Tänzer auf der Bühne, rotieren um die eigene Achse, sacken schließlich zusammen. Robben über den Boden, bäumen sich kollektiv auf, verlieren sich wieder im Einzelnen. Eine scheitert bei dem Versuch, auf dem Kopf zu stehen, ohne die Hände zu benutzen; andere finden sich paarweise zusammen, doch ihren Gemeinsamkeiten haftet etwas Unpersönliches an. Der Tänzer, der seinen Kopf in die Kuhle des Bauches seiner Partnerin legt, scheint sie nicht wirklich zu meinen; es sind Berührungen ohne wirkliche Begegnungen.

„the thing I am“ nennt Toula Limnaios ihre jüngste Produktion und wie in vorangegangenen Arbeiten widmet sie sich mit dem Panorama menschlicher Gefühlszustände Grundsätzlichem: Schmerz, Verlorenheit, Leidenschaft und Hingabe. Scheinen die superben Tänzer zu Beginn eher als Träger von Emotionen, gewinnen ihre Duette zunehmend an Schärfe und ihre Aktionen an Radikalität.

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