Der Fotograf Andreas Rost im Frühjahr 1990
Foto: rbb/Andreas Rost

Berlin - „Letzter Sommer DDR“ – allein der Titel ruft bei den allermeisten Ostdeutschen unweigerlich Assoziationen hervor. Vor allem die Unternehmungsfreudigen können noch sofort sagen, was sie in diesem Sommer getan haben, als das Alte sich aufgelöst hatte, die neue Ordnung aber noch nicht da war. „Ein Freiraum, den es so nie wieder gab“, erklärt Bernd-Michael Lade als Sprecher der ARD-Doku. Ich gehöre demselben Jahrgang an wie Lade, hatte damals nicht nur mein Studium abgeschlossen und eine winzige Hinterhofwohnung im Prenzlauer Berg bezogen, sondern war mit dem Fahrrad durch Amsterdam und Brüssel gefahren und mit dem Zug nach Paris und in die Bretagne – die Fahrscheine hatten wir noch mit DDR-Geld bezahlt. Und zwischendurch waren wir bei den Rolling Stones in Weißensee! Was sich nach der Währungsumstellung in den DDR-Kaufhallen und Warenhäusern abspielte, interessierte mich dagegen gar nicht, die ersten D-Mark-Scheine flossen in Reisen und Musik.

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