„Generation Laminat“ – so hat die Journalistin Kathrin Fischer in ihrem Buch jene gebeutelte Mittelschicht getauft, der sie an diesem Abend ihr Gesicht lieh. Das sei eine Generation, die sich wundere, warum sie es trotz Arbeit nicht schafft, wie ihre Elterngeneration Eigentum anzuhäufen. Von Parkett auf Laminat – das sei zwar kein sozialer Absturz, doch aber ein so subtiler wie schmerzlicher Rückschritt. Und für Fischer ein „Symptom“ einer sich spaltenden Gesellschaft.

Mit dem Thema „Mittelschicht in Abstiegsangst - bleiben die Fleißigen auf der Strecke?“ hat Anne Will gestern eine neue Debatte eröffnet. Was die Zuschauer an diesem Abend erfuhren: Die reichsten zehn Prozent der Deutschen besitzen 53% des Privatvermögens in Deutschland, die ärmere Hälfte zusammen gerade mal 1 Prozent. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird größer. Und schrumpft dabei die Mittelschicht. So fasste Anne Will gestern Abend den noch unveröffentlichten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zusammen. Genauer gesagt, seinen Entwurf. Denn noch hat ihn kaum jemand gelesen.

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