Auch zum Auftakt der mittlerweile 17. Staffel in acht Jahren pflegte Olli Dittrich erst mal die gewohnten Rituale. Er trug seinen legendären Bademantel und die Aldi-Tüte und freute sich, dass das Bier richtig perlt. In der echten „Eppendorfer Grill-Station“ arbeitete sich der arbeitslose Thekenphilosoph an aktuellen Themen ab – und zwar live in Echtzeit. Dittsches erste Idee, billiges Wutbenzin in Kanistern auszuleihen, um die angeblich grassierende Benzinwut zu dämpfen, wirkte allerdings sehr um die Ecke gedacht. Das erforderte vom Zuschauer ja fast schon Gedankenakrobatik.

Eingängiger waren seine Gedanken um eine Zukunft des Ehepaars Wulff im Fernsehgeschäft. Als Restauranttester Rach schien ihm Christian Wulff eher ungeeignet – obwohl er da wenigstens überall umsonst essen könnte. Passender wirkte der Ex-Bundespräsident als Hundetrainer von „Wulffs Hundeshow“: Er könnte Hunden beibringen, wie sie Pfötchen geben, Gassi gehen oder sich tot stellen – der tierische Sieger dürfte dann ins „Bell-Wüh“!

Immer wieder versteht es „Dittsche“, aus halbverdauten Zeitungsmeldungen abstruse Schlüsse zu ziehen. Diesmal war es die Meldung, das in Deutschland ein Mangel an Wurst-Saitlingen drohe, weil die im Iran hergestellt würden. Wie er daraus mit seinem Kompagnon, Jon Flemming Olsen als Kneipenwirt Ingo, ein Konzept für Thrombosestrümpfe für Zugvögel entwickelte, war so verquer wie es nur Dittsche kann. Ingos Bemerkung, bei Dittsche gucke ja schon das Knie zum Schädel raus, spielte wohl nicht nur auf dessen schütteren Haarwuchs an – der denkt auch mit den Knie.

Geradezu simpel wirkte neben all den irren Erfindungen Dittsches das Laserschwert, das Gast Bully Herbig in der „Grill-Station“ liegen gelassen hatte. Herbig kam in der Montur von „Darth Vader“ auf der Suche nach einer Oscar-Party vorbei – und Dittsche stellte gleich eine Rangliste seiner liebsten Kinohelden auf: das Sams, das Urmel – und „das Weder“.