Berlin - Vor knapp zwei Jahren liefen die Filme zum 30. Jahrestag des Mauerfalls, nun wird schon wieder an den 60. Jahrestag des Mauerbaus erinnert. Der „Mauerfilm“ ist ja längst ein eigenes Filmgenre, meist mit den Motiven Stacheldraht, getrennte Familien, dramatische Fluchten. Den stärksten Film zeigte die ARD vor 15 Jahren mit Hartmut Schoens bitterem Drama „Die Mauer – Berlin 61“.

In diesem Jahr gelingt dem Ersten mit dem Film „3 ½ Stunden“ ein Werk jenseits der Erinnerungsroutine. Originell ist die Idee von Autor Robert Krause, die auf einer privaten Familiengeschichte basiert. Seine Großeltern aus Dresden kehrten an jedem Sonntag im August im Zug vom Westen in die Heimat zurück. Dreieinhalb Stunden dauert nun die fiktive Fahrt von München bis zur Grenze, wo die Lok ausgetauscht wird. Als sich über Kofferradios die Nachricht von der Grenzschließung verbreitet, bieten die Stationen Nürnberg, Bamberg und Ludwigsstadt Chancen für einen Ausstieg – nicht nur aus dem Zug, sondern aus dem Leben in der gerade abgeriegelten DDR.

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