Berlin - Gerechnet hatte kaum einer damit: Der bis Donnerstag auf eigenen Wunsch freigestellte Bild-Chefredakteur Julian Reichelt ist wieder im Amt. Und das, obwohl das Ergebnis des gegen ihn angestrengten Compliance-Verfahrens alles andere als ein Freispruch erster Klasse ist. In einer am Donnerstagmittag verbreiteten Pressemitteilung des Medienhauses Axel Springer ist von „Fehlern in der Amts- und Personalführung“ des Chefredakteurs die Rede. Worin sie konkret bestanden, wird nicht gesagt.

Die Düsseldorfer Anwaltskanzlei Freshfields hatte im Auftrag von Springer wegen des Verdachts auf Drogenkonsum am Arbeitsplatz sowie wegen Machtmissbrauchs im Zusammenhang mit Affären mit ihm unterstellten Redakteurinnen gegen Reichelt ermittelt. Der Chefredakteur hatte diese Vorwürfe stets bestritten – zuletzt auch mit der Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung.

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