Berlin - Die Skepsis ist groß, wenn am Wochenende die Olympischen Spiele in Tokio eröffnet werden – im Nationalstadion, das an der Stelle des früheren Olympiastadions errichtet wurde. 1964 aber sorgten die Bilder aus Tokio weltweit für Begeisterung.

Für Birgit Radochla ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen bis heute der Höhepunkt ihres Lebens. Als 19-Jährige war die Turnerin aus Brandenburg im Oktober 1964 ins ferne Japan gereist, in die damals größte und modernste Stadt der Welt. Wie alle Sportler war sie beeindruckt von den futuristischen Sportbauten und der Begeisterung der Japaner. Schon die Eröffnungsfeier steckte voller Symbolik. Der Fackelläufer war am Tag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima geboren worden. Die Deutschen aus Ost und West marschierten, drei Jahre nach dem Mauerbau, gemeinsam ein: Ihre Flagge war schwarz-rot-golden mit den fünf verbundenen olympischen Ringen. Der Sporthistoriker Volker Kluge kann sie sogar vor der Kamera ausbreiten.

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