In der Redaktion des Nachrichtenmagazins „Focus“ wird der Bereich Kultur und Leben als eigenständiges Ressort aufgelöst. Neun Mitarbeiter seien von der Änderung betroffen, bestätigte der Medienkonzern Hubert Burda Media am Donnerstag auf dpa-Anfrage. Zuvor hatte der Branchendienst „Medieninsider“ berichtet.

Für den Leser soll sich zugleich am Bild der Zeitschrift nichts ändern. Inhalte für die Themenbereiche sollen künftig verstärkt über freischaffende Mitarbeiter erstellt werden.
Bei den Redaktionsressorts gibt es weitere Veränderungen: Bislang waren die Bereiche Politik und Wirtschaft in einem Ressort zusammengefasst. Künftig soll es jeweils ein eigenständiges Ressort geben. Damit wolle man diese wichtigen Bereiche des Magazins stärken, hieß es. Neu ist auch das Ressort Agenda. Die bisherigen Bereiche Investigation sowie Wissen & Gesundheit bleiben bestehen.

Zur Begründung für die Auflösung des Ressorts Kultur & Leben hieß es: „Wir kontrollieren regelmäßig die Wirtschaftlichkeit unserer Strukturen und optimieren das redaktionelle Setup.“ Mit der Corona-Pandemie habe der Schritt nichts zu tun. In der „Focus“-Redaktion sind bislang rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Mit den neun betroffenen sei der Verlag im Austausch, „um individuelle Lösungen zu finden“, hieß es weiter. Kündigungen schloss der Konzern nicht aus. Zwei Mitarbeiter sollen demnach auf jeden Fall weiter beschäftigt werden.

Der „Focus“ gehört wie die Zeitschrift „Bunte“ zu den bekanntesten Medienmarken des Burda-Verlags. Die verkaufte Auflage des wöchentlich erscheinenden „Focus“ lag im vierten Quartal 2020 nach Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) bei 252.035 Exemplaren. Die Zahlen sind rückläufig. Das Magazin erscheint seit 1993.