Berlin - Fragt man bei der ARD nach, dann gehört DAB+ die Zukunft. Der Übertragungsstandard für digitalen Hörfunk, der eines Tages UKW ablösen soll, sei „mit einer Steigerung von 14 Prozent … der am stärksten wachsende Übertragungsweg“, sagt eine Sprecherin. „Über ein Viertel der deutschen Bevölkerung, das sind circa 17,9 Millionen Menschen, hat Zugang zu mindestens einem DAB+ Gerät.“ Zudem sei DAB+ „inzwischen ein international und europaweit etablierter Standard“.

All das scheint sich bei den Vertragsstaaten der ARD-Anstalt RBB noch nicht herumgesprochen zu haben. Derzeit arbeiten die Berliner Senats- und die Brandenburger Staatskanzlei am neuen RBB-Staatsvertrag. DAB+ wird im aktuellen Gesetzentwurf vom 2. Februar mit keinem Wort erwähnt. Schlimmer noch: Wie berichtet, sieht der Entwurf vor, dass fünf der sieben RBB-Hörfunkwellen künftig „ausschließlich über das Internet verbreitet werden“ können. „Ausschließlich“ heißt, dass diese fünf Angebote – konkret Fritz, Radioeins, RBB Kultur, Inforadio und Cosmo – dann auch nicht mehr via DAB+ verbreitet werden.

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